Am 20. Juni 2026 fand unser drittes Fliegerfest zur Sommersonnenwende statt. Der Tag begann wetterbedingt schwierig, entwickelte sich im Verlauf jedoch zu einem abwechslungsreichen und sehr erfolgreichen Flugtag mit vielen besonderen Momenten.
Regen am Morgen – verzögerter Start in den Tag
Bereits in den frühen Morgenstunden zog eine ausgeprägte Regenfront über den Flugplatz, die sich bis in den späten Vormittag hielt. Der geplante Aufbau verzögerte sich deutlich, ebenso das Pilotenbriefing, das mehrfach verschoben werden musste. Erst gegen 10 Uhr konnte der Tag schließlich offiziell beginnen.
Wind entgegen der Prognose – Spontanität gefragt
Auch danach blieb es zunächst anspruchsvoll: Der Flugbetrieb konnte zwar vorbereitet werden, doch der Wind entsprach nicht den Vorhersagen und machte die geplante Startrichtung unmöglich.
Um nicht weiter Zeit zu verlieren, stellten wir kurzfristig um und starteten von der entgegensetzten Richtung. Für unsere Gäste bedeutete das einen unmittelbaren und sehr anschaulichen Einstieg in den Flugbetrieb: Die Starts waren zwar nun aus einiger Entfernung zu sehen, wurden jedoch durch eine Demonstration der Funktionsweise unserer Winde und der Abläufe am Boden ergänzt. Gerade diese ungeplante Situation zeigte eindrucksvoll, wie flexibel Segelflug sein muss.
Segelflug pur
Für unsere zahlreichen Gäste – Fördermitglieder, Freunde und Familien – war dies ein intensiver erster Eindruck vom Segelfliegen. Statt eines reibungslos „durchgetakteten“ Ablaufs erlebten sie unmittelbar, wie stark Wetter und Entscheidungen vor Ort den Flugtag prägen. Genau das machte den Einstieg besonders authentisch und greifbar.
Ab dem Nachmittag endlich stabiler Flugbetrieb
Am Nachmittag entspannte sich die Lage schließlich wie vorhergesagt: Der Wind drehte auf West, und wir konnten auf die reguläre Startstelle wechseln. Mit der Unterstützung unserer Fliegerkameraden aus Pennewitz kam zusätzlich die Schleppmaschine zu uns und komplettierte das Fliegerfest. Nun konnte es richtig losgehen.
Im weiteren Verlauf des Tages wurden zahlreiche Starts sowohl im F-Schlepp als auch an der Winde durchgeführt, sodass der Flugbetrieb deutlich an Fahrt aufnahm.
Flüge über Erfurt mit unserem Motorsegler
Ein besonderes Highlight waren die Flüge mit unserem Motorsegler über die Region. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit zu einem Rundflug über Erfurt – insbesondere der Blick auf die Innenstadt aus der Luft sorgte für große Begeisterung und bleibende Eindrücke.
Fliegen bis in den Abend
Als längster Tag des Jahres bot die Sommersonnenwende ideale Bedingungen für einen ausgedehnten Flugbetrieb. Mit zunehmendem Abend entstand eine besondere Stimmung auf dem Flugplatz.
Nach Einbruch der Dämmerung wurde schließlich die Beleuchtung der Asphaltbahn eingeschaltet. Landungen bei beleuchteter Piste und in der beginnenden Dunkelheit waren für viele Pilotinnen, Piloten und Gäste ein seltenes und eindrucksvolles Erlebnis, das den Tag stimmungsvoll abrundete.
Verpflegung und Gemeinschaft
Auch abseits des Flugbetriebs war bestens für das leibliche Wohl gesorgt: Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie ein Grillstand am Abend direkt am Startplatz sorgten für Verpflegung und eine angenehme, gesellige Atmosphäre. Viele Gespräche und ein lebendiges Miteinander prägten den gesamten Tag.
Fazit: Ein spitzenmäßiger Flugtag!
Trotz des schwierigen Starts am Morgen entwickelte sich das Fliegerfest zu einem vollen Erfolg mit vielen besonderen Eindrücken.
Insgesamt konnten 51 Flüge mit rund 9 Stunden Flugzeit durchgeführt werden. Für viele Gäste war es der erste unmittelbare Einblick in den Segelflugbetrieb – ein Tag, der durch seine Dynamik und Vielfalt lange in Erinnerung bleiben wird.