Thermik

Wer den motorisierten Flug kennt, weiß warum wir den motorlosen Flug so genießen. Im Segler ist es, abgesehen vom Rauschen der Luft, angenehm ruhig. Man kann völlig entspannt miteinander reden, hat eine herrliche Rundum-Sicht und fühlt sich irgendwann als Einheit mit dem Flugzeug. Unser Ziel, möglichst lange in der Luft zu bleiben, erreichen wir nur mit Hilfe von Aufwinden. Unsere Hauptenergiequellen sind die thermischen Aufwinde.
  • Erfurter Segelflieger kreisen gemeinsam in der Thermik
    Zwei Segler vor kräftigen Thermikwolken
Unser Motor: Die Sonne

Als Thermik bezeichnen wir einen warmen Aufwind, der indirekt durch die Sonneneinstrahlung entsteht. Dabei heizt die Sonne den Erdboden auf, der wiederum seine thermische Energie an die bodennahen Luftschichten abgibt. Sobald diese eine bestimmte Temperaturdifferenz im Vergleich zur Umgebungsluft erreicht haben, löst sich die aufgewärmte Luft ab und steigt auf.

Unsere Wegweiser: Die Wolken

In die aufsteigenden Luftmassen fliegen wir ein, um das Segelflugzeug in dem sogenannten „Thermikbart“ in größere Höhen steigen zu lassen. Die Thermik erkennen wir oftmals an den typischen Quellwolken. Denn sie bilden sich meist dort, wo feuchte Luft aufsteigt und kondensiert.

Unser Ziel: Weite Strecken im motorlosen Flug zurücklegen

In einem starken Thermikbart können wir in unseren Breiten, Steiggeschwindigkeiten von über fünf Metern pro Sekunde erreichen. In der Thermik bewegen wir uns langsam kreisend aufwärts – immer den besten Steigwert nachfliegend. Fliegen wir in sinkende Luft ein, beschleunigen wir, um möglichst schnell zum nächsten Aufwind zu gelangen. Die Höhe die wir dabei verlieren, gewinnen wir im nächsten Aufwind wieder hinzu. So ist es möglich, allein durch die Energie der Luft, Strecken von mehreren Hundert und gelegentlich über 1000 km zurückzulegen.

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