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Glossar
Hier werden Begriffe aus der Fliegerei erklärt, die man teilweise nicht ganz so Ernst nehmen sollte. Winken
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Beginnt mit Enthält Exakter Treffer

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Es sind 309 Einträge im Glossar.
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Begriffe Definition
A-Prüfungerste drei Alleinflüge von Segelflugschülern, anschließend folgt stets ein länderspezifisch variierendes Ritual. Die A-, B- und C-Prüfungen der Segelflieger sind in Deutschland Leistungsabzeichen des DAeC und nicht für den Lizenzerwerb zwingend vorgeschrieben. Mit absolvieren der A-Prüfung darf ein Segelflieger das "Möven"-Abzeichen mit einer Möve tragen, mit der B-Prüfung sind es zwei Möven und mit der C-Prüfung drei Möven.
 
Abbremsen
Check von Motorflugzeugen vor dem Rollhalt: Bei einer fest definierten Motordrehzahl werden nacheinander beide Zündkreisläufe einzeln, die Vergaservorwärmung und der eventuell vorhandene Verstellpropeller getestet, wobei die Drehzahl leicht 'abgebremst' wird. Desweiteren wird die Funktion der Saugpumpe ("Suction") gecheckt. Der Anglizismus für "Abbremsen" lautet "Runup"
 
Abendthermik Letzte Hoffnung für die Piloten, die zu spät gekommen sind und daher erst als letzte starten dürfen.
 
Abfliegen
neben dem Starten von einem Flugplatz bezeichnen Flugsportler als "Abfliegen" den letzten Flugtag am Ende der Flugsaison. Meistens wird nach dem Flugbetrieb an diesem Tag auch eine Party gefeiert. Im Streckensegelflug wird das Abfliegen auch als den Zeitpunkt bezeichnet bei dem sich der Segelflugpilot nachdem er die Thermik in Platznähe erkundet hat dazu entscheidet nun vom Startflugplatz aus weg zu fliegen
 
Ablösung, thermische An einer sich drehenden, kleinen Staub-Windhose zu erkennende Wettererscheinung, die eine gute Thermik anzeigt. Sind viele thermische Ablösungen am Platz zu beobachten, schauen die zum Winden- oder Startleiterdienst eingeteilten Piloten sehnsuchtsvoll auf die Uhr und warten auf ihre Ablösung, damit sie möglichst bald in die Luft kommen.
 
Absaufen
Landen oder Außenlanden eines Segelfliegers oder zumindest starker Höhenverlust wegen Thermikmangels
 
Abschirmung Lokales Wetterereignis, das Segelfliegern einen guten Grund gibt, bei Freunden zu landen
 
Abschmierenauch Abrutschen ist ein instabiler Flugzustand, das seitliche Abkippen und nach unten Stürzen, bis hin zum Abstürzen, ausgelöst durch Ablösen der Strömung
 
Achsen Im Gegensatz zu den meisten Autos hat ein Segelflugzeug in der Regel drei Achsen: Eine Hochachse, die ziemlich weit oben am Flugzeug montiert ist, eine Querachse, die quer durch das ganze Flugzeug geht, sowie eine Längsachse. Die Längsachse ist normalerweise die längste aller Flugzeugachsen und muß daher besonders bei Schulflugzeugen als erste ausgewechselt werden.
 
Acker Neben dem Flugplatz ist der Acker die beliebteste Landefläche für Segelflieger. Für einen geübten Piloten ist die Außenlandung (siehe dort) auf einem Acker kein Problem, obwohl die Tagespresse regelmäßig schreibt, der Pilot sei notgelandet und habe unverletzt überlebt ...
 
Adiabatik
Temperaturveränderung aufsteigender oder absinkender Luftmassen mit der Höhe. Man unterscheidet zwischen dem feuchtadiabatischen und dem trockenadiabatischen Temperaturverlauf. Feuchte Luft verändert ihre Temperatur um etwa 0,6°C / 100m Höhe (wird also um 6°C pro Kilometer Höhe kälter), trockene verändert ihre Temperatur um etwa 1,0°C/100m Höhe. Phänomene wie der Föhn in den Alpen, Thermik und die thermischen Aufwinde lassen sich mit Hilfe der Adiabatik sehr einfach erklären
 
Alfa
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "A"
 
Alkohol Es gilt die Regel: 24 Stunden vor dem Start kein Alkohol und alle Segelflieger halten sich daran: Sie trinken 24 Meter vor dem Flugzeug keinen Alkohol mehr
 
Alleinflug, erster Sechs spannende Minuten für den Fluglehrer, der immer weniger davon überzeugt ist, daß sein allein in der Luft kreisender Schüler die landebahn wiederfindet. Tut er das, dann blüht ihm eine Tracht Prügel: Jeder Anwesende darf dem frisch gebackenen Alleinflieger einen Schlag auf den Hintern verabreichen
 
Allgemeine Bodenzustandskontrolle
Gerne als Ausrede benutzt wenn die Landung eines Gleitschirm-, Fallschirm- oder Drachenfliegers nicht die zu erwartende Eleganz aufweist und noch andere Körperteile als die Beine den Boden berühren
 
alter Adlererfahrender Flieger mit hoher Flugstundenzahl, auch gebräuchlich für fliegenden Rentner
 
Amboss der Neutralisatorstark überentwickelnde Gewitterwolke (Cumulonimbus, Aussehen ähnlich eines Ambosses) - die das Wettbewerbsende an diesem Tag (Neutralisation des Wertungstages) des Segelflugwettbewerbes bewirkt oder ganz allgemein das Abbrechen des Flugbetriebes
 
Ameisenkniehöheauch Grashalmhöhe oder Tiefparterre sehr geringe Höhe, im Zusammenhang mit Überlandflügen oder tiefen Überflügen
 
Anfliegen
Neben dem Anflug auf einen Flugplatz wird von Flugsportlern der heiß ersehnte Beginn der neuen Flugsaison als "Anfliegen" bezeichnet
 
Anhängerkupplung Die Anhängerkupplung am Flugzeug ist das wichtigste Auswahlkriterium bei der Aufnahme neuer Mitglieder in einen Segelflugverein. Wer keine Anhängerkupplung hat, kommt nicht in den Verein. Wer eine hat, wird aufgenommen und darf in seiner ersten Saison Dauer-Rückholer spielen
 
Anstechen
Absenken der Flugzeugnase durch Drücken des Höhenruders, um eine hohe Fluggeschwindigkeit zu erreichen: Beispielsweise um genug Fahrt für einen Looping aufzunehmen
 
Aufrüsten Nichts Militärisches. Damit ist das fachgerechte Zusammenstecken der Tragflächen und des Höhenruders mit dem Rumpf gemeint. Am meisten genervt sind dabei die beiden Helfer, die die Tragflächen halten, solange die Hauptbolzen nicht arretiert sind. Denn was sollen sie von dem Kommando halten: "Auf, und ein bißchen ab dabei"?
 
Ausgeprägte Materialprüfung
Eine besonders harte Landung eines Flugzeuges, jedoch ohne bleibende Schäden an der Maschine
 
Aushungern Segelflugzeuge hunger man aus, indem mann ihnen solange die Fahrt verweigert, auf die sie so gierig sind, bis sie ihr luftiges Element verlassen. Segelflieger hungert man aus indem man solange das Bier verweigert, bis sie die Fliegerkneipe verlassen
 
Ausklinken Tätigkeit, die ein Segelflugzeug endgültig vom Windenseil oder vom Schleppflugzeug trennt. Ausklinken gibt es aber auch am Boden, nämlich dann, wenn sich einer, der eigentlich zu einem Dienst eingeteilt ist, unerlaubterweise entfernt. Will der dann aber fliegen, so wird er üblicherweise vom Flugbetrieb ausgeklinkt
 
Außenlandung
Sie ist meist unfreiwillig und ereignet sich in aller regel auf abgemähten Weizen- oder Rübenäckern. Nicht ganz glaubhaft war die Geschichte des Segelfliegers, der ausgerechnet an einem FKK - Badestrand landete. Seine Begründung, fehlende Thermik in einem riesigen blauen Loch zwischen zwei herrlichen Cumuli, glaubte Ihm allerdings niemand
 
AZUBI
Abkürzung für Arsch zum Bierholen, meistens nach dem Flugbetrieb benutzt, vom Schein-Piloten zum Segelflugschüler, der sich in der Ausbildung vor der A-Prüfung befindet
 
Back-Track
Rollen eines Motorflugzeugs auf der Startbahn in entgegengesetzter Startrichtung nach einer Landung oder vor einem Start, wenn das Berollen der Taxiways (Rollwege) nicht möglich ist oder wenn kein Taxiway vorhanden ist
 
bank
Schräglage des Flugzeugs
 
Barograph Der Barograph ist kein blaublütiger Mensch, dem man das "n" zwischen dem "o" und dem "g" aberkannt hat. Unter Barograph versteht man vielmehr ein barometrisch funktionierendes Höhenaufzeichnungsgerät, das meist sehr teuer ist und nur aus diesem Grund mit Hochachtung behandelt wird.
 
Bart
siehe Steigen
 
Basis
1. Ort, an dem sich Segelflieger am liebsten aufhalten. Am zweitliebsten sitzen sie am Stammtisch und reden über ihre Abenteuer an der Basis.

2. Segelflieger und Parteipolitiker haben eines gemeinsam: Wenn sie den Kontakt zur Basis verlieren, bleiben sie nicht lange oben.

3. (engl. cloud base) Unterkante der Wolken, hier endet die Nutzbarkeit thermischer Aufwinde für Segelflugzeuge. Mit Ausnahme der Piloten mit Wolkenflugberechtigung, die einen Flugplan aufgegeben haben und deren Segelflugzeug dafür ausgerüstet und zugelassen ist!

 
Bauernbesuch
Außenlandung
 
Bayernkurve
sehr enge Umkehrkurve, das heißt Kurswechsel um 180°, bei der durch eine Mischung aus hochgezogener Fahrtkurve und einem Turn die Flugrichtung abrupt und auf engstem Raum gewechselt wird
 
BAZL Bundesamt für Zivilluftfahrt
 
Beiklapp-Flügel Mechanismus, der erfunden wurde, damit die Tragflächen eines Segelflugzeuges an den Rumpf geklappt werden können. Denn nur so kann das Flugzeug in einen Anhänger (siehe dort) verstaut werden. Das Anklappen der Flächen geschieht zweckmäßigerweise am Boden. Passiert es ausnahmsweise einmal in der Luft, hat man trotzdem nachher keine Probleme, das Flugzeug im Anhänger zu verstauen.
 
BenzinfliegerBösartiges Wort. So nennen Segelflieger die Motorpiloten
 
Berblinger Auch als Schneider von Ulm bekannt, Erster Segelflieger, noch vor Lilienthal. Sein Fluggerät flog, hatte aber einen Gleitwinkel von 1:plumps. Und so plumpste Berblinger bei seinem ersten öffentlichen Auftritt - auch wegen Rückenwindes - in die Donau.
 
Bespannung
Die Bespannung ist ein Teil der äußeren Hülle eines Segelflugzeuges älterer Bauart. Sie besteht in den meisten Fällen aus textil, aber auch schon aufgebrauchte Putzlappen, Packpapier und alte Zeitungen wurden gesehen. Eine gute Bespannung hält viel aus, nur
  • keinen Wind
  • einen Regen Schnee oder sonstigen Niederschlag
  • keine Stöckel-, Turn- oder sonstige Schuhe
  • keinen Schwamm oder Seife
  • keine Kombinationen aus Vorgenanntem
 
Betttuchakrobat
geringschätziger Ausdruck der Flieger für Gleitschirmpiloten
 
BfL
Beauftragter für Luftaufsicht. Flugleiter, der Piloten im Auftrag des Landes kontrollieren darf
 
BfU
Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung
 
biannual
neudeutsch für den alle zwei Jahre vorgeschriebener Checkflug
 
Bingo
der Punkt an dem ein Flugzeug gerade genug Treibstoff übrig hat um zum nächsten Flugplatz zu fliegen
 
Birdstrike
Bezeichnung für die Kollision eines Fluggerätes mit einem Vogel
 
Blecheimer
Abfällige Bezeichnung für Cessna-Flugzeuge
 
Blechnik
scherzhafte Bezeichnung für das tschechische Ganzmetall-Segelflugzeug Blanik L-13
 
Bleiarsch
Segelflugpilot mit besonders geringem Körpergewicht. Wenn der Pilot leichter als das vom Flugzeughersteller vorgeschriebene Mindestgewicht ist, muss zur Wahrung der Flugstabiltät der Schwerpunkt mittels zusätzlichen Ballasts nach vorne verschoben werden. Dazu wird meistens eine mit Stoff und Polster überzogenene Bleiplatte benutzt, die der Pilot als Sitzkissen verwendet
 
Blue Card Pilot
Schönwetterflieger, der nur dann fliegt, wenn die Farbe des Himmels die Farbe seiner (blauen) Karte hat. Erweiterung: die Feder: Wenn sie sich bewegt, ist es zu windig zum Fliegen
 
Bravo
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "B"
 
Bruch Wort, das man in Fliegerkreisen ungern hört. So manche Kneipe soll schon zu Bruch gegangen sein, weil unbedarfte Zeitgenossen behauptet haben, Segelflieger würden nur Bruch produzieren
 
BUFF
„Big Ugly Fat Fellow“ (Großer, hässlicher, fetter Kumpel), Spitzname für die Boeing B-52-D, es werden allerdings auch andere Versionen wie z. B. Big Ugly Flying Fuck u.ä. verwendet
 
buffeting
(engl.) Vibrationen und Schütteln des Flugzeuges im überzogenen Flugzustand, hervorgerufen durch das Aufschlagen von Abreißwirbeln auf das Leitwerk
 
Campingabteilung
Abwertender Begriff für Hängegleiter, also Drachen (--> Zeltplane & Stangen). Nicht zu verwechseln mit den Betttuchakrobaten!
 
CAVOK ist eine Wetterbeschreibung und steht für 'Ceiling And Visibility OK'
 
CessnafahrerAusdruck für einen Privatpiloten der nur die gesetzlich geforderte Mindeststundenzahl für den Lizenzerhalt fliegt und durch Trainingsmangel sich und andere gefährdet - auch im Segelflug für unfähige Segelflieger verwendet. Analoger Begriff etwa zum Sonntagsfahrer im Straßenverkehr.
 
Charlie
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "C"
 
Checkflug
mindestens alle 2 Jahre vorgeschriebener Flug mit einem Fluglehrer oder Class-Rating-Instructor zur Lizenzverlängerung. Viele Vercharterer und Vereine fordern ihn jährlich
 
Checkliste Auf ihr findet der Pilot das Gebet, das er vor dem Start sprechen sollte
 
Chinesische Landung
Unsaubere, oder bei starkem Seitenwind geflogene Landung: "Won Wing Lo" (One Wing Low)
 
ClubNeumodische Bezeichnung für den Luftsportverein
 
cross wind
Seitenwind
 
Cumulus Wolke, die bei normalen Menschen Gedanken an einen Regenschirm hervorruft. Segelflieger dagegen freuen sich über jede Cumulus-Wolke. Je dicker, desto besser. Denn eine Cumulus-Wolke ist Zeichen für einen Aufwind
 
Dachlatte
Bezeichnung für Motorsegler älteren Typs
 
Dame im Slip Ist an Segelflugplätzen öfter zu beobachten. Nämlich dann, wenn eine Pilotin mittels Seitengleitflug vor der Landung Höhe abbaut. Literatur in der Richtung, die Ihre Phantasie gerade beflügelt hat, finden Sie nicht in diesen außerordentlich seriösen Seiten, sondern am Bahnhofskiosk oder in einschlägigen Shops
 
Delta
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "D"
 
Deppenwerfen
Bezeichnung für das Absetzen von Fallschirmspringern
 
Diamant
Auszeichnung für Höhenflieger, die wie die Eiszapfen gefroren wieder an den Boden kommen. In der Frühzeit sollten sie auch dafür den "Höhen-Eiszapfen" bekommen. Als man jedoch merkte, daß sich diese Art der Auszeichnung unter normalen Temperaturen nicht sonderlich lange hält, stieg man auf Diamanten um
 
Leistungsabzeichen der Segelflieger nach Erwerb der Gold-C, dem höchsten Leistungsabzeichen der Segelflieger. Gibt es für Höhenflüge und Langstreckenflüge
 
Dienstgipfelhöhe
Höhe, in der ein Flugzeug mit maximaler Motorleistung nur noch 100 ft/min steigt
 
Doppelraab Einsitziger Ausbildungs-Doppelsitzer, bei dem der Fluglehrer hinter dem Schüler eingeklemmt ist und diesem nur über dessen Schulter ans Steuer fassen kann. Sehr unbeliebt bei Fluglehrern - außer, wenn sie Flugschülerinnen ausbilden müssen.
 
Dosen-Vario Segelflieger sind überzeugte Umweltschützer. Nichts wird weggeschmissen, alles wird recycled. So auch die leeren Cola-Dosen. Aus ihnen baut man nämlich Meßgeräte, die sogenannten Dosen-Variometer
 
Drainen
Ablassen des angesammelten Kondenswassers aus speziellen Ventilen des Kraftstofftanks. (Wird auch im Sinne von "Urinieren" verwendet")
 
Dreieck Für Segelflieger ist das Dreieck die kürzeste Verbindung zu einem Fluggelände. Die Dreiecke werden nach der addierten Summe ihrer Schenkel-Kilometer benannt, als 50-Kilometer-, 100-Kilometer-, 300-Kilometer- oder 500-Kilometer-Dreieck. Je größer die Erfahrung eines Piloten, umso größer werden die geflogenen Dreiecke. Ganz alte Hasen erkennt man daran, daß sie wieder 300-Kilometer-Dreiecke fliegen. Allerdings tun sie das nur zum Aufwärmen bevor sie zum 1000-Kilometer-Dreieck abfliegen
 
Dreipunkt-Landung
Aufsetzen aller Räder bei der Landung gleichzeitig
 
Düse Auch Segelflugzeuge haben eine Düse. Im Gegensatz zu den Düsen der andere Flugzeuge sind diese Düsen aber beweglich. Sie befinden sich am Piloten, wenn er seinen ersten Alleinflug, seinen ersten Überlandflug oder seinen ersten Wettbewerb antreten soll
 
DYNAFOAM
Stoßabsorbierendes Sitz- und Rückenkissen für Piloten
 
Echo
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "E"
 
Echo-Klasse
in Deutschland einmotorige Flugzeuge von 472,5 bis 2000 kg MTOW weil der erste Buchstabe des Kennzeichens in dieser Gewichtsklasse ein E ist, z. B. D-ENTE
 
ED-D
Gefahrengebiet
 
ED-P
Gebiet mit Flugverbot in Deutschland
 
ED-R
Gebiet mit Flugbeschränkungen in Deutschland
 
Ehefrau Auch Freundinnen von Segelfliegern. Nur die geduldigste Frau kann mit einem Segelflieger zusammen sein. Völlig normal ist es, wenn sie nach vier Wochen Trennung und zehn Stunden Zugfahrt von ihrem Mann/Freund mit den Worten begrüßt wird: "Moment Schatz, ich muß zuerst das Flugzeug versorgen"
 
Einhaken Auch einklinken genannt. Eine der letzten Tätigkeiten, die an einem Segelflugzeug vollbracht werden, bevor es auf die luftige Reise geht. Hat nichts mit dem besonders in den Karnevalshochburgen beliebten Einhaken zum Schunkeln zu tun, obwohl das Segelflugzeug nach dem Einhaken auch ganz schön schunkelt
 
Einpunkt-Landung
senkrechter Absturz eines Flugzeugs, abgeleitet von Zweipunkt- und Dreipunkt-Landung. Auch Stecklandung genannt
 
EKB
Abkürzung für "ein Kasten Bier", muss als Strafe für einen Fehler spendiert werden
 
Endanflug Ist das, womit Hochleistungs-Piloten am meisten zu kämpfen haben: Kommen sie von einem Überlandflug zu hoch an, grämen sie sich. Kommen sie zu tief an, ärgern sie sich ebenfalls. Flugschüler haben diese Problem nicht: Sie halten sich an die Platzrunde und kommen immer richtig an
 
Endteil
falsche, aber in 99% verwendete Bezeichnung für den Endanflug der Platzrunde
 
Erdferkel
Abfällige Bezeichnung der Verfolger für Ballonfahrer
 
FAI-Dreieckgeplanter, vorangemeldeter Segelflug um drei Wendepunkte. Diese ergeben ein weitgehend gleichseitiges Dreieck
 
Finanz-Schlepp
Bezeichnung für den kostenintensiven Flugzeugschleppstart, Wortspiel von F-Schlepp
 
Fläche
Kurzform von Tragfläche
 
Flächen-Bunny
Hält beim Bewegen eines Segelflugzeugs am Boden die Tragflächen waagerecht und gibt die Richtung vor, während alle anderen schieben
 
FLARM
Ein sich im Segelflug gerade etablierendes Kollisionswarngerät
 
Flightlevel - Flugfläche
oder kurz FL - Flughöhe ab der Standarddruckfläche von 1013,2 HPa in Fuß geteilt durch 100. FL 100 entspricht also 10000ft, also 3048m über dem Meeresspiegel unter Normalbedingungen
 
Flugbenzin
Sammelwort für Kerosin, AVGAS und MOGAS. Flugbenzin wird in der allgemeinen Luftfahrt - im Gegensatz zum verbreiteten Irrglauben seiner Steuerfreiheit - stets mit Mineralölsteuer belegt und ist aufgrund der geringeren Verkaufsmengen wesentlich teurer als vergleichbarer Autokraftstoff. Lediglich international operierende zivile Luftfahrtunternehmen sind von der Steuerlast befreit
 
Flugleiter
bedient den Funk an unkontrollierten Flugplätzen und Segelfluggeländen, gibt dort Landerichtung vor und informiert über Windrichtung und -stärke zu Start und Landung. In Deutschland ist der Flugleiter bei Flugbetrieb vorgeschrieben
 
Foxtrot
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "F"
 
Franzen
sehr grobe Koppelnavigation mit Flugkarte, Daumen, Uhr und Kompass. Herkunft vermutlich aus der Sprechgruppe "Franz" im deutschen Flugfunk, die für den Navigator verwendet wurde. Im 1. Weltkrieg bürgerte sich bei zweisitzigen Flugzeugen die Bezeichnung "Franz" für den Beobachter ein, den Flugzeugführer nannte man "Emil"
 
FSI
"Fucking Safety Instructor" = Flug-Sicherheits-Inspektor - Der FSI überprüft in regelmäßigen Abständen ob die Sicherheitsbestimmungen und -bedingungen auf einem Segelfluggelände eingehalten werden
 
Fuel-to-Noise-Konverter
Hubschrauber
Auch: sehr lautes Motorflugzeug ohne große Leistung
 
Fußgänger
jeder ohne fliegerische Ausbildung
 
GAFOR
General Aviation Forecast – Wetterinformationen für Sichtflieger
 
Geier
Greifvogel, der Thermik markiert
 
GierenBewegung des Flugzeugs um die Hochachse
 
Golf
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "G"
 
Goto-Next-Pilot
Pilot, der sich nur per GPS-Navigation orientieren kann, auch GPS-Hero genannt
 
grounden
Ein Flugverbot für Piloten aus gesundheitlichen oder rechtlichen Gründen bzw. für Flugzeuge aus technischen, rechtlichen oder finanziellen Gründen aussprechen. Allabendlich kann auch das aktive Grounden beobachtet werden, das unter Zuhilfenahmen einer oder mehrerer Flaschen Bier durchgeführt wird. Danach ist der Pilot nicht mehr flugtüchtig. Das Flugverbot kann temporär sein
 
Grüne Wiese
Außenlandewettbewerb, bei der der erfolgloseste Pilot gekürt wird
 
GST-lerostdeutsch für einen rangordnungsfanatischen, militärverliebten Wichtigtuer auf dem Flugplatz - Funktion egal. Das GST steht für die ehemalige Gesellschaft für Sport und Technik der DDR, in der auch Flugsport betrieben wurde.
 
Gummihunde
Bezeichnung für die Seilmannschaft beim Gummiseilstart, welche das Seil auszieht
 
Gummiseilstart
vor dem Krieg weit verbreitete Startart für Segelflugzeuge an Berghängen mit Hilfe eines Gummiseils und Ausnutzung des Katapulteffekts
 
Hammerthermikstarke Thermik, für Motorflieger unangenehme Turbulenz, für Segelflieger recht angenehm, auch wenn sie meist durch Überentwicklungen Gewitter ankündigt.
 
Hang polieren
Hangflug in Bodennähe. Auch als "den Hang bügeln" oder im Englischen "ridge riding" oder "ridge running" bekannt
 
Hangarfliegen
fliegerisches Analogon für das bekannte "Seemannsgarn spinnen" aus der Nautik. Gemeint ist das Proklamieren nie geleisteter fliegerischer Heldentaten in der Flugzeugabstellhalle in Anwesenheit anderer Pilot zum Angeben
 
Hänger
In 99% der Fälle verwendete Bezeichnung für den Transportanhänger für ein (Segel-)Flugzeug. Wer vom Hänger spricht, wird auch gerne korrigiert: "Wer fliegt hier mit einem Hänger durch die Gegend?!" Dies trägt selbstverständlich zur allgemeinen Heiterkeit unter Piloten bei
 
Hausbart
Bezeichnung für eine mit gewisser Regelmäßigkeit an stets gleicher Stelle auftretende lokale Thermik in der Nähe des betroffenen Segelfluggeländes
 
Heavy-Metal-Flieger
Privatpilot aus der Sicht von Ultraleichtfliegern
 
Heilige Kuh
Bezeichnung für das beste bzw. teuerste Flugzeug eines Vereins. Darf oft nur von ausgewählten Persönlichkeiten, wie Vorstand, Werkstattleiter, etc., geflogen werden
 
Herrenflieger
egomanisches Kameradenschwein
 
Hindernis-Stabilitätstest
Damit prüfen Gleitschirm- und Drachenflieger auf unfreiwilliger Basis die Stabilität eines Baumes oder eines anderen stationären Gegenstandes auf dessen Aufprallstabilität – meistens nachdem sie sich im Landeanflug etwas verschätzt haben
 
hochgezogene Fahrtkurve
eine steile, aufwärtsgerichtete Kurve, mit der Streckensegelflieger aus dem Schnellflug zum Einkreisen in die Thermik wechseln
 
Hotel
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "H"
 
Hütchenpflicht
Die Pflicht, auf dem Segelfluggelände und im Segelflugzeug ein weißes Stoffhütchen, die sog. Narrenkappe zu tragen, um gefährliche Sonnenstiche zu vermeiden
 
I follow roads
scherzhafte Übersetzung der Abkürzung IFR, welche eigentlich Instrument Flight Rules bedeutet. Gemeint ist unter VFR das Abfliegen von Straßenzügen zu Navigationszwecken bei ungeübten / unsicheren Piloten in kritischen Sichtflugbedingungen. Auch "I follow railroads"
 
ICAO Zivilluftfahrtorganisation der UN
 
ICAO-Karte
Sichtflug Flugkarte 1:500000 in Lambertscher Schnittkegelprojektion
 
India
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "I"
 
Industriethermik
Durch heiße Luft über Schloten oder Kühltürmen ausgelöste Thermik. Oft mit Kopfschmerzen oder Übelkeit verbunden
 
Infocontroller
Flugleiter, der sich an einem unkontrollierten Flugplatz (Rufzeichen Info) wie ein Fluglotse (also Controller) verhält, obwohl er es nicht darf
 
Jet-A1
Flugtreibstoff, Kerosin, Kerosen oder Paraffin Öl, für turbinengetriebene Flugzeuge (dann auch TS-1 genannt) oder Flugzeuge mit Dieselmotoren
 
Jogurtbecher

Slangausdruck für Ultraleichtfluggeräte, die im Aussehen von Leichtflugzeugen kaum zu unterscheiden sind.

Auch in anderen Sportarten (z. B. Motorradfahren) gebräuchlicher Begriff für ziemlich bunt lackierte vollverkleidete (Kunststoff) Fahrzeuge, deren Lenker oft ebenfalls durch ziemlich bunte Kleidung auffallen und deren fahrerisches Können oft unterhalb der technischen Möglichkeiten des Fahrzeugs bleibt.

 
Juliett
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "J"
 
Kackstuhlminderwertiges Fluggerät. Böse Zungen behaupten, es käme vom D-K... in der Motorsegler-Luftfahrzeug-Kennung.
 
Kadaver-Bremse
Abwertende Bezeichnung für Rettungsfallschirm. Bei den aus Platzgründen eingesetzten Rundkappenfallschirmen kommt es bei der Landung meist zu Verletzungen, was zur Lebensrettung aber in Kauf genommen wird
 
Kaiserwetter
ist bei Segelfliegern recht schlechtes, thermikfreies Wetter, bei dem mit Flugzeugen des Konstrukteurs Kaiser, wie der Ka7, der Ask 13 oder der Ask 21 die doppelsitzige Anfängerschulung mit Fluglehrer, also nur das Üben von Starts und Landungen, durchgeführt wird
 
Kaltluftadvektion
An ausgeprägten Nord-Ost-Wetterlagen wird kalte, kühle, kontinentale Luft herangeführt. Dadurch kann bereits eine geringe Erwärmung des Bodens durch die Sonne Thermik auslösen. An diesen Tagen wird meist gute bis sehr gute Thermik erreicht und eignet sich zur Durchführung von Streckenflügen
 
Kavalierstart
im Segelflug ein Windenstart, bei dem der Pilot schon vor Erreichen einer sicheren Flughöhe (ca. 50 m) die Steigfluglage einnimmt. So wird eine etwas größere Höhe erreicht, bei Windenproblemen, Seilriss oder einem Strömungsabriss kann dieses leichtsinnige Verhalten aber zu einem Absturz führen, da die geringe Höhe nicht ausreicht, um das Flugzeug aus dem extremen Steigflug in einen stabilen Gleitflug zu bringen
 
Kilo
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "K"
 
Klappdrachen
Diesen Spitznamen trägt die Panavia Tornado der Deutschen Bundeswehr und soll auf die Schwenkflügelbauweise anspielen
 
Klappen
Kurzform für Landeklappen und Bremsklappen
 
Klötzchenwerfer
Bezeichnung für Modellflieger aus Sicht von Fliegern
 
Knüppelthermik
Wird bei der Thermiksuche zu sehr der Knüppel gezogen, wird kurzfristig dem Piloten laut Variometer steigen suggeriert, obwohl dies mit der angeblich gefundener Thermik nichts zu tun hat. Ein nicht kompensiertes Variometer zeigt dem Piloten steigen an, da das Ziehen des Knüppels lediglich die Fahrt reduziert und den Flieger steigen läßt. Dies ist jedoch nicht auf Thermik zurückzuführen
 
Kreiselinstrumente
im Sichtflug nicht vorgeschriebene, auf Trägheitskreiseln beruhende Lageinstrumente, wie der künstliche Horizont und der Wendezeiger. Ohne Kreiselinstrumente kann bei Sichtverlust (wie bei einem Einflug in eine Wolke oder Nebel) die Lage des Flugzeugs nicht mehr bestimmt werden, was zu einem totalen Kontrollverlust über das Flugzeug, bis zum Absturz, führen kann. Kreiselinstrumente können sowohl elektrisch als auch mit Pressluft oder Unterdruck betrieben werden
 
Kuh
Bezeichnung für einen Motorsegler vom Typ Scheibe Falke, oder für einen Flieger, der unbedingt immer fliegen will ("Der ist eine Flugkuh.")
 
Kuller
Heckkuller oder Hallenkuller. Vorrichtungen, mit denen man Segelflugzeuge am Boden einfacher in jede gewünschte Richtung bewegen kann, bestehend aus Halterung mit frei beweglichem Rad
 
Kullerbier
Kasten Bier, den ein Segelflieger spendieren muss, wenn er trotz Startcheck vergessen hat, den Kuller vor dem beabsichtigten Start zu entfernen
 
Landekonfiguration
sämtliche Landehilfen (Bremsklappen, Wölbklappen), soweit vorhanden, und das Fahrwerk sind ausgefahren
 
Langohr
Segelflugzeug der Offenen Klasse, wie z.B. die ASH 25 oder der Nimbus
 
LBA
Luftfahrt-Bundesamt (auch: Luftfahrtbremseramt, bzw. größtes, unbefeuertes Luftfahrthindernis in der Bundesrepublik)
 
Leanen
Einstellen des Gemisches des Flugmotors beim Motorflug
 
Leistungsabzeichen
Leistungsabzeichen können Flieger in jeder Kategorie erwerben, genannt seien die A-, B-, C- Prüfungen, Silber- und Gold-C, sowie Gold-C mit Diamanten bei den Segelfliegern und das relativ unbekannte Kolibri-Abzeichen der Ultraleichtflieger
 
Lentis
Wolkenform Altocumulus lenticularis oder Linsenwolke, die Leewellen anzeigt
 
Lepo
Seilrückholfahrzeug im Segelflug (= Opel, rückwärts gelesen)
 
Liftboy
scherzhafte Bezeichnung für den Piloten einer Maschine zum Absetzen von Fallschirmspringern
 
Lima
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "L"
 
Loch vom Dienst
Bezeichnung eines großen Wolkenlochs mit klarer Sicht zum Himmel welches trotz widriger Witterungsverhältnisse das Fliegen nach Sicht ermöglicht
 
Lötlampe
Bezeichnung für ein Nachbrenner bei einen Strahltriebwerk, auch als Bezeichnung für Militärjets üblich
 
Low Approach
deutsch: tiefer Überflug – Landeprozedur, bei der sofort durchgestartet wird, ohne die Startbahn zu berühren. Oft als Training für den Landeanflug verwendet. An vielen Flugplätzen billiger als ein Touch-and-Go, da mit Aufsetzen auf der Bahn Landegebühren fällig werden, bei einem Low Approach hingegen überhaupt keine Gebühren anfallen
 
LTA
Lufttüchtigkeitsanweisung. Mitteilungen über auszuführende außerplanmäßige Änderung oder Wartungen am Luftfahrzeug des LBA
 
LTB
Luftfahrttechnischer Betrieb
 
Lufthansa-Landung
Landung eines Segelflugzeuges, bei der das Hauptfahrwerk zuerst aufsetzt. Normalerweise setzt der Hecksporn zuerst auf
 
Marionette
Gleitschirmflieger, der sich bei der Landung in einem Baum verfangen hat und sich nicht wieder selbst befreien kann
 
Matratzenflieger
abschätzige Bezeichnung für Gleitschirmflieger
 
Medical
Neudeutsch für die Flugmedizinische Tauglichkeitsuntersuchung nach JAR-FCL. Muss je nach Alter alle 5 oder 2 Jahre, jährlich oder bei Auflagen zum Teil sogar halbjährlich erneuert werden
 
METAR
Meteorological Aviation Routine Weather Report - Wetterkurzcode des aktuellen Wetters eines Flugplatzes oder Flughafens
 
Mickeymausklasse
Ultraleichtflugzeuge, vom D-M... in der Luftfahrzeug-Kennung
 
Mickeymouse
Bezeichnung für großvolumige Kopfhörer, die dem betr. Piloten, der sie trägt, die Optik der Comic - Figur "Mickey Mouse" verleihen
 
Miefquirl
Abschätzige Bezeichnung für laute Motorflugzeuge oder Hubschrauber
 
Mike
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "M"
 
MOGAS
Bezeichnung für bleifreies Superbenzin - von Motor Gasoline
 
Morane
Kurzform für die noch immer recht populären Schlepp- und Reiseflugzeuge der Morane-Saulnier M.S.880er-Serien und M.S.890er-Serie
 
MoSe
Kurzform von Motorsegler
 
MSL
Mean Sea Level, Normalnull
 
MTOM
Maximum Take Off Mass (maximale Abflugmasse). Angegeben in Tonnen [t]
 
Müllsack
der riesige Fallschirm des Gesamtrettungssystems von Ultraleichtflugzeugen nach der Öffnung. Böse Zungen behaupten, er diene als Müllsack für die Trümmer
 
Nagelwerkzeug
Schlagwerkzeug zum Verbinden der Enden eines gerissenen Winden-Drahtseils mit Hilfe von Talurit-Klemmen
 
Nase
Vorderes Ende des Flugzeuges. Das Ende, welches in Flugrichtung weist
 
Neutralon
Bier, oder ein anderes alkoholisches Getränk, dessen Einnahme eine sofortige Beendigung der fliegerischen Aktivitäten des entsprechenden Kameraden zur Folge hat
 
NfL
Nachrichten für Luftfahrer, engl. NOTAM (Notice to Airmen)
 
Nicken
Bewegung des Flugzeugs um die Querachse, ausgelöst durch das Höhenruder
 
NOAH
von DG-Flugzeugbau entwickelte NOtAustiegsHilfe für Segelflieger, bestehend aus einem sich mit Pressluft aufblasenden Sitzkissen, um den Notausstieg mit dem Fallschirm auch in widrigen Situationen zu ermöglichen. Wie fast alle nur rein sicherheitsrelevanten, nicht vorgeschriebenen Baugruppen kaum verbreitet
 
Noddeln
Wackeln an den Rudern während der Vorflugkontrolle
 
Notfrequenz
121,5 MHz AM, weltweit reserviert nur für Notrufe und ELTs
 
November
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "N"
 
Nullschieber
eine leichte Thermik, in der das Steigen genau das Eigensinken des Fluggeräts kompensiert, man also ohne Höhengewinn oder -verlust in der Luft kreist
 
offenes Dreieck
unter Segelfliegern ein Ausdruck dafür, wenn man nicht dort wieder ankommt wo man gestartet ist. Die Flugroute ist dann ein offenes Dreieck geworden
 
Ölkocher
Allgemeine, leicht abfällige Bezeichnung für beliebige motorgetriebene Fluggeräte
 
Ölspur
Bezeichnung einer oft geflogenen Strecke eines Motorfliegers. Fliegt er beispielsweise bei schönem Wetter immer von seinem Heimatflugplatz zu den Nordseeinseln, so legt er auf dieser Strecke eine Ölspur. Der Begriff stammt von dem häufig vergleichsweise hohem Ölverbrauch einiger Flugmotoren
 
One-hundred-Dollar-Hamburger
Bezeichnung für ein Mittagessen an einem fremden Flugplatz, da man die Flugkosten des Spaßfluges hinzurechnet, die Bezeichnung ist etwas euphemistisch, da im Motorflug die tatsächlichen Kosten meist höher sind...
 
Orchidee
neues, modernes Segelflugzeug mit großer Spannweite und hervorragenden Gleitleistungen
 
Oscar
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "O"
 
Packer
Kurzform von Fallschirmpacker
 
Papa
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "P"
 
Petrolbohren
zu steile Landung ohne Abfangbogen, endet häufig mit Schäden oder Bugrad- und Propellerverlust
 
Pirol
Funkrufzeichen für BGS-Hubschrauber
 
Pisstüte
Selbsterklärender Begriff für das "Not-Urinal" eines Segelfliegers. Meistens werden große Gefrierbeutel mit eingelegter Watte verwendet; neuerdings bürgern sich "Flieger-Urinale" ein, die mithilfe eines Granulats die Flüssigkeit zu geruchslosem Gel verwandeln. Pisstüten werden normalerweise durch das Notsichtfenster entsorgt
 
Planetenrammen
Sehr harte Landung
 
Platzgeier
Pilot, der die Platzrunde nicht oder nur kaum verlässt. Früher Bezeichnung für einen nur am Heimatflugplatz gültigen Segelflugschein
 
Pömpel
Stahlrohr mit mittig angebrachten Haken, um zu dritt die Flugzeugnase anheben zu können, um das Hauptrad des Segelflugzeugs auf den Hallenkuller zu stellen
 
Problem zwischen den Kopfhörern
im Rahmen einer Flugunfalluntersuchung die Bezeichnung für denjenigen Piloten, der auf Grund menschlichen Versagens einen Flugunfall / einen Flugzwischenfall herbeigeführt / verursacht hat
 
Propellernase
Bezeichnung eines Motorfliegers aus der Sicht eines Segelpilotens unter der Annahme, dass der betr. Motorflieger NICHT noch zusätzlich über einen PPL (C) verfügt und sich somit nicht in die Denk- und Handlungsweise von Segelflugzeugführern hineinversetzen kann
 
Putzlappen
Hängegleiter
 
Putzlappenparade
Hängegleiterschlepp mit Trike
 
Q-Gruppen
Flugfunk-Abkürzungen, wie QDM, QFE, oder QNH
 
QNH-Eichwasser
Meist in 20l-Kanistern abgefülltes, gefärbtes Wasser, das unwissenden, jungen Segelflugschülern als hochgiftige Flüssigkeit weisgemacht wird. Verwendung: An besonders heißen Sommertagen muss ein besonders vorlauter, altkluger, junger Flugschüler nach Anweisung eines humorvollen Fluglehrers mit einem Atemschutzanzug und Gasmaske die 20l QNH-Eichwasser zum Start tragen. Dort wird ihm dann die Gasmaske abgenommen und der Atemschutzanzug geöffnet und die 20l angeblich hochgiftiges QNH-Eichwasser ergießen sich über ihn. Sehr lustige Aktion, die meist ihre erzieherische Wirkung erfüllt
 
Quax
Ein Bruchpilot - nach dem gleichnamigen Film mit Heinz Rühmann
 
Quax-Fond
gemeinnütziger Geldmittel"topf" in Flugclubs, in welchen meist alle Mitglieder einen geringen Geldbetrag regelmäßig einzahlen. Kommt es bei einem vereinseigenen Flugzeug im Vereinsbetrieb nun zu einem Kaskoschaden, so wären für den betroffenen Piloten meist Selbstbeteiligungen in Höhe von ca. 800 - 2000 € fällig. Diese hohe monetäre Einzelbelastung wird vermieden, indem dem "Unglücksflieger" aus dem "Quax - Fond" eine Unterstützung für die fällige Geldleistung gewährt wird
 
Québec
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "Q"
 
Quirlflieger
ein Motorflieger aus Segelfliegersicht
 
Radlandung
Landung mit erstem Aufsetzen nur auf dem Hauptfahrwerk
 
Rattl
Süddeutsche Bezeichnung für Reisemotorsegler-Typ „Falke“ oder Reisemotorsegler allgemein (Norddeutsch= Rappel)
 
Reichweitenverlängerer
ist ein kleiner Plastikbehälter, der geruchsfrei und flüssigkeitsdicht Urin aufnimmt. Er dient in kleinen Flugzeugen ohne Bordtoilette dazu, dem Piloten die Zurücklegung weiterer Entfernungen ohne Zwischenstopp zu ermöglichen
 
Rennstrecke
Gebiet mit guter, zuverlässiger Thermik, in dem stets viele Segelflugzeuge unterwegs sind, weshalb es, auch wegen der hohen Fluggeschwindigkeiten und ähnlichen Höhen (gleiche Wolkenbasis) zu gefährlichen Annäherungen kommen kann
 
Rentnerjet
abfällige Bezeichnung für den Scheibe SF25 „Motorfalke“, ein Motorsegler älteren Semesters
 
Rentnerjet deluxe
Scheibe SF25 „Motorfalke“ mit tiefem Einstieg und Bugrad
 
Rhöngeist
eine beliebige Geschichte, durch die jemand spaßeshalber Unfug erzählt bekommt. Analog etwa zu einen Bären aufbinden
 
Rhönstein
ein ehemaliges standard Segelschulflugzeug, Kaiser Ka 4, eigentlich Rhönlerche genannt
 
Ringelpiez
Berührt eine Fläche bei Start oder Landung den Boden, wird diese abgebremst. Als Folge bricht das Flugzeug aus und dreht sich um diesen Punkt. Bei Windenstarts kann sich das Flugzeug auch überschlagen, falls nicht sofort ausgeklinkt wird. Ein Ringelpiez kann auch bei einer Landung ohne ausreichende Ausrollstrecke als Sondermanöver benutzt werden, um den Ausrollweg deutlich zu verkürzen. Risiko: Verletzungen bei den Passagieren und Schäden am Flugzeug können die Folge sein
 
Rockefeller-Schlepp
So wird im Segelflug oft ein F-Schlepp bezeichnet, der deutlich über eine Höhe von 1000 m hinaus geht, siehe Finanz-Schlepp
 
Rollen
Bewegung des Flugzeugs um die Längsachse durch steuern mit dem Querruder und dem Seitenruder
 
Rollhalt
(english: 'holding point') gelbe Linie auf dem Taxiway vor der Piste, die nur zum Starten oder Überqueren überrollt werden darf. Dies erfordert bei kontrollierten Flugplätzen eine Freigabe
 
Rollmoment
nicht primär gesteuerte Bewegung des Flugzeugs um die Längsachse, das positive Rollmoment ist ein Nebeneffekt der Bedienung des Seitenruders
 
Romeo
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "R"
 
Rotor
walzenförmige, extrem turbulente Auf- und Abwinde bei Wellenbildung im Gebirge, meistens im Lee von Bergen
 
Rückholer
holt den Ballonfahrer oder den außengelandeten Segelflieger zurück, auch als Sprechgruppe im Flugfunk definiert, beim Ballonfahren ist eher das Wort Verfolger gebräuchlich
 
Sackhüpfer
Fallschirmspringer
 
Saftschubse
böse Bezeichnung für eine Stewardess
 
Sargecke
höchste praktisch erreichbare Flughöhe, noch größer als die Dienstgipfelhöhe
 
Saufen
absinkende Luftschichten der Thermik
 
Scannen
systematisches, kontinuierliches, sektorenweises und einer festen Reihenfolge folgendes Absuchen des Gesichtsfeldes nach anderen fliegenden Objekten während des Fluges, bzw. Ablesung der Instrumente in kontinuierlicher, gegebenener Reihenfolge
 
Schachteln
Das Einräumen der Flugzeughalle. Flieger entwickeln oft eine beeindruckende Kreativität wenn es darum geht möglichst viele Flugzeuge auf begrenztem Raum eines Hangars unterzubringen, sodass man sich manchmal fragt: "Wie sollen wir das da je wieder herausbekommen?"
 
Schädelspalter
Das aus den Anfängen der Segelfliegerei bekannten Segelflugzeuge Grunau 9 und die SG38 wurden auch oft als Schädelspalter bezeichnet. Beim Trike (siehe Ultraleichtflugzeug) wird das Mittelrohr, welches unmittelbar vor dem Kopf der Piloten nach oben ins Gelenk geht, als Schädelspalter bezeichnet
 
Schein-Pilot
je nach Betonung siehe Scheininhaber oder Cessnafahrer
 
Scheininhaber
Gegensatz zum Flugschüler, Pilot mit gültiger Fluglizenz
 
Schieben
Bezeichnung für einen unbeabsichtigten Seitengleitflug
 
Schlepper
Bezeichnung für Flugzeugschleppflugzeug oder F-Schlepppilot
 
Schleppgaslandung
Landung eines Motorflugzeugs mit geringer Höhe und Fahrt im Endanflug, um die Landestrecke möglichst kurz zu halten. Um dabei flugfähig zu bleiben ist erhöhte Motorleistung (das Schleppgas) nötig
 
Schleppschlampe
abfällige Bezeichnung für F-Schlepppilot
 
Schnapskompass
Bezeichnung für flüssigkeitsgelagerten Magnetkompass
 
Schwanz
Hinteres Ende des Flugzeuges
 
Segelfliegerkrankheit
Segelflieger erkennt man meist daran, dass ihre Arme unterhalb T-Shirthöhe um ein Vielfaches brauner sind, als darüber, da "Oben-Ohne-Fliegen" zum Schutz der Fallschirme vor Feuchte vermieden wird
 
Segelflugsektor
spezieller Luftraum der temporär aktiviert und deaktiviert werden kann, in dem sich aktiviert nur Segelflugzeuge aufhalten dürfen. Meist im abgesenkten, kontrollierten LR-Charly um große Flughäfen. Es gibt öffentliche und nichtöffentliche Segelflugsektoren
 
Seilsalat
Die Verkündung eines Seilsalates ist der Beginn einer mehrminütigen bis zu mehrstündigen Pause des Flugbetriebes auf einem Segelfluggelände, auf dem Windenstarts durchgeführt werden. Ein Seilsalat ist ein Verheddern und/oder Verknoten der Startseile an der Winde. Die Seilteile müssen zur Reparatur zum Teil herausgeschnitten werden. Ursachen für den Seilsalat können ein zu ungleichmäßiges Ausziehen der Seile durch den Lepofahrer, ein unsauberer Flug des Piloten während des Ausklinkens oder eine Fehlbedienung oder Fehlfunktion der Winde sein. Zumeist bewirkt das Zusammenspiel mehrerer Faktoren zusammen den perfekten Seilsalat
 
Sicherheitslandung
im Gegensatz zur Notlandung wird eine Sicherheitslandung durchgeführt, wenn sich das Luftfahrzeug noch nicht in einer Notlage befindet, sich eine solche aber nur durch eine Landung auf einem regulären Flugplatz verhindern lässt. Nach einer Sicherheitslandung darf das Luftfahrzeug wieder starten, ohne eine besondere Genehmigung der zuständigen Behörde einzuholen, nach einer Notlandung ist dies nicht zulässig. Gründe für eine Sicherheitslandung können z.B. sich verschlechterndes Wetter, Unwohlsein eines Passagiers oder aber auch die Hilfeleistung bei Notfällen am Boden sein
 
Siemens-Lufthaken
rettender Aufwind eines absaufenden Segelfliegers
 
Sierra
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "S"
 
Silber-C
Leistungsabzeichen des DAeC für Segelflieger. Die Silber-C erfordert einen Flug über 5 h Dauer, einen Flug von mehr als 50 km Strecke und einen Flug mit einer Startüberhöhung von mindestens 1000m (also die höchste Flughöhe muß mindestens 1000m über der Ausklinkhöhe nach dem Start liegen). Alle Bedingungen müßen in getrennten Flügen jeweils nachgewiesen werden. Mit Erfüllung der drei Kriterien darf der Segelflieger das drei Möven Abzeichen mit Silbernem Lorbeerkranz führen. Die Silber-C ist in vielen Ländern anerkannt und gilt in einigen Ländern sogar als Segelfluglizenz selber
 
Slip
Bezeichnung für einen starken Seitengleitflug zum abbremsen und starken Sinken des Flugzeugs
 
Solo
Bezeichnung für den ersten Alleinflug eines angehenden Flugscheininhabers. Nach dem Solo wird dem erfolgreichen Alleinflieger als "Initiation" meist der Hosenboden von den Fliegerkameraden versohlt. Dieser Ritus, welcher inzwischen auch bei Motorfliegern üblich ist, eigentlich aber von den Segelfliegern stammt, gründet auf der Annahme, dass ein wunder Hintern wegen der einhergehenden Sitzschmerzen eine das Luftfahrzeug erfassende Thermik schneller und besser erfühlen kann als ein nicht "einschlägig vorbehandeltes" Gesäß ... Während der Handschläge auf den Hintern muss der frische Solo - Flieger sich über einen Tisch beugen und in Richtung Horizont blicken. Um das Knallgeräusch beim Hosenbodenversohlen zur Freude der Piloten, die anwesend sind, zu verstärken, wird dem "Solisten" vor dem "Ritual" manchmal die Hose durchnäßt. Oft wird ihm / ihr auch ein Strauß Disteln in die Hand gedrückt, um (scherzhaft) durch die Schmerzempfindung in der Hand das Gefühl für die empfindlichen Segelflugzeuge in der Thermik zu verbessern
 
Spinner
Neben der gebräuchlichen Personenbeschreibung auf Flugplätzen vor allem Fachausdruck für den runden, den Propeller an der Nabe verdeckenden Plastik- oder Metallkörper
 
Spornlandung
Landung, bei der zuerst das Heck aufsetzt
 
Spornrad
das kleine Rad unter dem Seitenleitwerk eines Flugezuges, welches der Richtungssteuerung beim Rollen am Boden dient. Früher eine verbreitete Bauweise, bei der das Flugzeug am Boden mit dem Spornrad aufliegt und folglich nach hinten geneigt ist. Bauweise verlangt saubere Dreipunkt-Landungen
 
Spread
Aktuelle Temperatur minus Taupunkt. Dient zur Ermittlung der Höhe Wolkenbasis nach der Formel Spread mal 123 gleich Wolkenbasishöhe über Grund in m bez. Spread mal 400 gleich Wolkenbasishöhe in Fuss
 
Spritkutscher
böswillige Bezeichnung für einen Motorflieger
 
Squawk
Setzen eines Transpondercodes, auch Bezeichnung für den Code selber
 
Stall
überzogener Flugzustand eines Flugzeugs (Strömungsabriss an den Flächen, d.h. kein Auftrieb mehr vorhanden). Das Ausleiten wird im Motorflug in Reise- und Landekonfiguration geübt
 
Standgaskurbler
Pilot eines Reisemotorsegler, der mit der Dauer seines Thermik-Fluges prahlt, obwohl er den Motor nicht ausgeschaltet, sondern im Standgas weiterlaufen lassen hatte
 
Stecklandung
senkrechter Aufschlag beim Absturz eines Flugzeugs
 
Steigen
Aufsteigende Luftschichten der Thermik, auch Bart oder Schlauch genannt. Im Motorflug der Steigflug
 
Stinkeflieger
ein Motorflieger oder Motorflugzeug aus Segelfliegersicht, bei Segelflug-Extremisten schon die Heimkehrhilfe eines nicht eigenstartfähigen Segelflugzeugs mit Hilfsantrieb
 
Stuka-Anflug
auch Geier-Sturzflug-Landung genannt, ist ein sehr steiler Anflug auf einen Flugplatz, hervorgerufen entweder durch örtliche Umstände (Hindernisse) oder durch falsches Einschätzen der eigenen Sinkrate, wobei der Pilot versucht, die überschüssige Höhe durch Senken der Flugzeugnase loszuwerden
 
Tablettschleuder
Saftschubse
 
TAF
Terminal Aerodrome Forecast, Wettervorhersage in der GAFOR-Terminologie
 
Taildragger
Motorflugzeug mit Zweibeinfahrwerk
 
Tailstrike
Unbeabsichtigte Berührung des Flugzeugheckbereichs mit dem Boden beim Start oder der Landung mit zu hohem Anstellwinkel
 
Tango
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "T"
 
Taxiway
Rollwege auf einem Flugplatz von der Startbahn zum Vorfeld. Gibt es eine Landebahnbefeuerung, sind Taxyways stets an ihren Rändern stets blau beleuchtet
 
Thermik
Aufsteigende Luft, die durch Temperaturunterschiede am Boden nach oben steigt. Durch die einstrahlende Sonne wird zunächst der Boden erwärmt und dann die Wärme an die darüberliegende Luft abgegeben. Da sich dunkle Flächen schneller erhitzen, kommt es an diesen Stellen zu Ablösungen. Da von der Umgebung kühlere Luft nachströmt, wird dieser Vorgang irgendwann zum erliegen kommen. Thermik entsteht sehr gut über Ackerflächen, Städten oder generell Flächen, die die Wärme schnell annehmen und weniger über Wäldern und Seen
 
Thermikbrille
Kontrastverstärkende Sonnenbrille mit orange-braunen Gläsern, durch die man die Wolkenkonturen besser sehen kann.
In Gesprächen taucht auch immer wieder ein Wunderding mit dieser Bezeichnung auf, das die Thermik sichtbar machen soll (in Rot und Blau!). Diese wird insbesondere Neueinsteigern immer wieder gerne verkauft und die Absenz davon wird von Abgesoffenen gerne als Entschuldigung verwendet
 
Thermikhut
So wird der Sonnenhut der Segelflieger manchmal genannt
 
Thermiksensor
Hintern eines Segelfliegers
 
Threshold
(engl.) Schwelle. Kennzeichnet mit Hilfe von Zebrastreifen den Beginn der Start/Landebahn. Diese "Zebrastreifen" kodieren die Tragfähigkeit der Piste
 
Touch-and-Go
(tatsch-änd-goo) - deutsch Aufsetzen und Durchstarten, um die Platzrunde und Landung mehrfach hintereinander zu üben
 
Transponder
Ein spezieller Sender an Bord eines Luftfahrzeugs, welcher der Luftverkehrskontrolle zur eindeutigen Identifizierung eines Flugzeuges dienen kann. Je nach Flughöhe, Betriebszustand (z. B. 0021/0022 VFR-Flug, Code 7600 = Funkgerät defekt, 7700 = Notfall) oder Vorgabe der Kontrollstelle wird eine bestimmte 4-stellige Zahlenkombination eingestellt, welche dann auf dem Radarschirm des Lotsen neben dem Radarecho eingeblendet wird
 
Trapez
Der dreiecksförmige Steuerbügel beim Hängegleiter und Trike
 
Trimmen
Zur Einhaltung einer konstanten Geschwindigkeit ohne Kraftanstrengung am Höhenruder wird die Trimmung benutzt. Sie dient auch zum Ausgleich des Pilotengewichts. Schwere Piloten trimmen daher schwanzlastig, leichte Piloten kopflastig
 
Turbulenz
hiermit geben Motorflieger die Stärke der für sie störenden Thermik an. 1200ft/min Turbulenz entspricht einem Steigen und Fallen von jeweils 3 m/s. Turbulenzen können auch durch Windscherungen verursacht werden
 
Türmer
Bezeichnung für einen Flugleiter, Beauftragten für Luftfahrt (BfL) oder Fluglotsen, also einfach die, die auf dem Tower sitzen
 
Tütenflieger
(abschätzige) Bezeichnung für Gleitschirmflieger oder für Piloten die ihre Mitflieger zum Ko... bringen
 
Tweety
ADAC-Rettungshubschrauber (Sprechgruppe: Christoph), wegen der gelben Farbe nach dem Vogel im Käfig aus dem Comic mit der Katze Sylvester benannt
 
U-Turn
beschreibt in der Fliegersprache eine Wende um 180°; d.h. man kehrt praktisch um
 
Überlandflug
jeder Flug, bei dem die Platzrunde nicht mehr eingesehen werden kann
 
Überzogener Flugzustand
tritt auf, wenn das Höhenruder solange gezogen wird, bis an den Tragflächen ein Strömungsabriss auftritt. Das Flugzeug ist noch steuerbar, befindet sich aber bereits im Sackflug. Abrupte Betätigung des Seitenruders im überzogenen Flugzustand kann zum Trudeln führen
 
Uhrmacher
(veraltet) Sichtflieger, der lieber auf seine Instrumente (Uhren) guckt, anstatt hinauszuschauen und Kollisionen zu vermeiden. Aktuelle Bezeichnung: Cessnafahrer. Auch: Schimpfwort für unfähigen Piloten, zuerst gehört in Heinz Rühmanns Film "Quax der Bruchpilot"
 
Uniform
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "U"
 
unklar
ein für unklar erklärtes Flugzeug ist nicht lufttüchtig. Während z. B. einer Reparatur wird, um eine irrtümliche Benutzung des Fluggerätes zu verhindern, ein Zettel mit der Beschriftung "Flugzeug unklar" unter Angabe des Grundes und des Datums in das Cockpit gelegt. Das Flugzeug ist dann gegrounded
 
Unterschneiden
wenn ein Flugzeug bei einer (Not-) Landung auf Wasser mit der Rumpfspitze oder den Flächen geradeaus unter die Wasseroberfläche eintaucht, wird es sehr stark abgebremst, was zu schweren Schäden führt
 
Vario
Kurzform für Variometer - Steigmesser, engl. vertical velocity indicator (VVI), vertical speed indicator (VSI)) zeigt die Vertikalgeschwindigkeit eines Luftfahrzeuges an. Die Steig- und Sinkraten werden entweder in Fuß pro Minute (ft/min) (im geregelten Luftverkehr nach ICAO-Regeln) oder in Metern pro Sekunde (m/s) (in Segelflugzeugen, Hängegleitern, Gleitschirmen und Ballonen, bzw. im Luftverkehr einiger Staaten der ehemaligen Sowjetunion) angezeigt. Das Messgerät wertet die Änderung des Luftdrucks mit der Höhe aus
 
Verfolger
Kraftfahrzeug, das beim Ballonfahren dem Ballon folgt und Funkkontakt mit ihm hält, siehe Rückholer
 
Verfranzen
sich beim Navigieren verirren, siehe auch "Franzen"
 
Victor
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "V"
 
Victor-Mike-Charlie
für VMC (= "Visual Meteorological Conditions"), die Wetterbedingungen, die einen Sichtflug (= VFR) zulassen
 
Vorseil
Zum Schutz des Segelflugzeug ummantelter Teil des Winden-Schleppseils zwischen Sollbruchstelle und Flugzeug
 
Wellblech fliegen
Versucht der (vornehmlich: Segel-) Flugschüler, mit Blick auf den Fahrtmesser (statt durch Beobachtung des Horizontbilds) die Fluggeschwindigkeit konstant zu halten, stellt sich durch die Trägheit der Instrumentenanzeige und verzögerte Reaktion des Piloten über pilotenverursachte Oszillation eine wellenförmige Flugbahn mit immer wiederkehrender Beschleunigung und Verlangsamung ein
 
Welle
Eigentlich Leewelle. Die Welle entsteht im Gebirge bei höheren Windgeschwindigkeiten. Dabei wird der auftreffende Wind am Berg nach oben abgelenkt, welcher sich wellenartig verstärken kann. Merkmal einer Welle ist die Lenticularis-Wolke (Lenti), sie zeigt sich in einer linsenförmigen Form. Höhenflüge mit dem Segelflugzeug bis über 14 km sind ohne Motor möglich
 
Wendemoment
nicht primär gesteuerte Bewegung des Flugzeugs um die Hochachse, das negative Wendemoment ist ein Nebeneffekt der Bedienung des Querruders
 
Whiskey
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "W"
 
Whiskey-Kompass
der klassische, in Alkohol gedämpft gelagerter Magnetkompass
 
Wochenend-Landung
pro Aufsetzen und wieder Abfedern wird von Montag an ein Wochentag weiter gezählt, ab 6 "Dotzern" hat man eine Wochenend-Landung. Ebenso gibt es Dienstags-, Mittwochs-Landungen usw.
 
Wolkenbasis
Höhe der Unterkante der Wolken. Diese Temperatur ist abhängig vom Taupunkt und der herrschenden Temperatur, also dem Spread und kann einfach errechnet werden
 
X
Kürzel meist für Experimental
 
X-Ray
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "X"
 
Y-Tours
Scherzname für die Flugbereitschaft der Bundeswehr
 
Yankee
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "Y"
 
Zelle
alle tragenden Teile des Flugzeugs
 
Ziellandung
Landung ohne Motorkraft, meistens zu Trainingszwecken. Ziel ist es, einen bestimmten Landeplatz exakt ohne Motorkraft anzufliegen. Soll dem Training einer Notlandung bei Motorausfall dienen
 
Zulu
internationale Bezeichnung für den Kennungsbuchstaben "Z"
 
Zweipunkt-Landung
Aufsetzen bei der Landung mit dem Hauptfahrwerk zuerst, auch Radlandung genannt
 
Zwieback-Säge
Motorsegler
 


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Letzte Änderung
11.08.2010
17:36 Uhr
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